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Ein buchstäblich unterirdisches Thema

hat sich die Wildkräuter-Spezialistin Simone Schalk mit diesem Buch ausgesucht: Die Kraft der Wurzeln. Die heilenden Kräfte unserer Wild- und Gemüsepflanzen-Wurzeln sind in der Vergangenheit aus dem Blick geraten, Blätter und Blüten ernten ist einfacher und schneller zu lernen als Wurzeln graben. Zumal hier noch spezielles Wissen über das Aussehen der Pflanzen im Ruhezustand notwendig ist.

Der Schnelleinstieg im Umschlag führt gleich zu den Rezepten für diverse gesundheitliche Beschwerden. Nach der Erläuterung von Basiswissen zu Ernte, Handhabung und Heilverfahren werden die einzelnen Wild- und Gemüsepflanzen, deren Wurzeln wir in unserem Breiten nutzen können, beschrieben. Die meisten Rezepte sind so angelegt, dass sie auch von Ungeübten zubereitet werden können, was insbesondere für Tees und Räucherwerk gilt und für die Rezepte mit den Gemüsepflanzen-Wurzeln.

Abgerundet sind die Texte mit schönen Fotos der vorgestellten Pflanzen und Wurzeln, ein Serviceteil am Buchende gibt Tipps zu Bezugsquellen und weiterführender Literatur. Als Einstiegsbuch zu lesen oder als Vorbereitung zu einem Seminar in der Heilpflanzenschule von Frau Schalk. (Ulmer Verlag, ISBN 978-3-8001-0807-7, EUR 19,90)

 

Als ich dieses Buch fertig gelesen hatte,

ging mir folgender Gedanke durch den Kopf: Da ist doch die Gartenbau-Ingenieurin mit ihr durchgegangen! (Übrigens durchaus positiv gemeint.) Kraterbeete, Senkgärten, Sonnenfallen; im vorliegenden Buch hat Natalie Faßmann sich ausführlich mit „gebauten“ Beeten beschäftigt, die Vorteile dargelegt, die Nachteile nicht verschwiegen. Sehr gut gefällt mir der Abschnitt über das Mikroklima.

Natürlich weiß man, wenn man seinen Garten einige Jahre bewirtschaftet hat, das bestimmte Pflanzen an einem Ort besser wachsen als an einem anderen. Aber in diesem Buch finden Sie die Erklärungen dafür, sehr gut verdeutlicht mit diversen Zeichnungen, für die in diesem Falle Margret Schneevoigt verantwortlich zeichnet.

Auch die Bestimmung der Bodenart, ohne das man aufwendige Laboruntersuchungen vornehmen muß, ist einleuchtend erklärt. Wie noch Vieles mehr: wie baut man ein Kraterbeet, wie wird es bepflanzt, wie wird es gepflegt, woran erkennt man die Bedürfnisse der Pflanzen, die man gesetzt bzw. gesät hat. Und warum sollte man überhaupt große Löcher in den Boden graben, statt ein „normales“ Beet zu bearbeiten?

Auch nützliche Pflanzenportraits finden sich in diesem informativen Buch aus dem Pala Verlag, ebenso wie jede Menge Tabellen: zur Mischkultur, zu Stark-, Mittel- und Schwachzehrern, zu Schädlingen, zu empfehlenswerten Pflanzen für bestimmte Gartensituationen, zu Mulchmaterialien, und und und. Zum Schluß wird noch Karl Foersters Senkgarten in Potsdam vorgestellt, der sozusagen ein erweitertes Kraterbeet ist. Natürlich fehlen nicht die Literaturhinweise und die Bezugsquellen.

Falls Sie sich mit dem Gedanken tragen, in Ihrem Garten mal etwas Neues auszuprobieren, sollten Sie das Buch „Das Kraterbeet“ unbedingt ins Auge fassen. (Pala Verlag, ISBN 978-3-89566-355-0, EUR 14,00)

 

Nach der großen Protestaktion, die sich in 2013

gegen die Verabschiedung der geplanten EU-Saatgutverordnung formierte und diese mit Erfolg verhinderte, ist das Interesse am Thema Saatgut wieder abgeflaut. Offenbar ist vielen Leuten immer noch nicht bewußt, welche Bedeutung der Verlust der Saatgut-Vielfalt für die Ernährungssouveränität der Menschen hat.

Hier setzt das Buch von Anja Banzhaf, einer Saatgutaktivistin an, die sich der Mühe unterzogen hat, die unterschiedlichen Seiten des Themas zu beleuchten. „Saatgut – Wer die Saat hat, hat das Sagen“ ist eine umfassende Darstellung der Situation auf dem konzerngesteuerten Saatgutmarkt, des Saatguts als bäuerliches Erzeugnis, des althergebrachten Gemeinguts Saatgut und der Rückeroberung des Saatguts durch die Öffentlichkeit und durch Züchter, die ein weitergehendes Verständnis von Vielfalt haben. Dazu finden sich ca. 50 Interviews und sogenannte Streifzüge, in denen Protagonisten der Saatgutszene zur derzeitigen Situation äußern bzw. Projekte beschrieben werden. So z. B. die Bäckerbauern in Frankreich, die ihr eigenes Backgetreide anbauen, der Kampf von Carsten Ellenberg um die Kartoffel „Linda“, wie Reinhard Lühring auf der Suche nach den alten bäuerlichen Sorten durch ostfriesische Hausgärten streift oder die GeLa Ochsenherz in Österreich neue Tomaten züchtet und alte erhält.

Oft sind Bücher, die sich mit dem Thema beschäftigen ziemlich trocken, weil die Gesetzgebung so undurchsichtig ist und sich die Autoren oftmals darin verheddern. Anja Banzhaf aber hat es durch den Aufbau des Buches verstanden, das Thema lebendig zu gestalten und durch kurze, präzise Texte die Aufmerksamkeit zu fesseln. Die Erklärungen, insbesondere zur Hybridzüchtung, aber nicht nur, sind ausgesprochen erhellend. Etliche Fotos, Zeichnungen und Schaubilder runden die Themen ab, ebenso wie ein Personen-, Literatur- und Bezugsquellenverzeichnis. SEHR wichtig für alle, denen das Thema Selbstversorgung und Ernährungssouveränität am Herzen liegt. (Oekom Verlag, ISBN 978-3-86581-781-5, 19,95 EUR)

 

Schwester Christas Mischkultur zum Xten!

Aber diesmal aus der Sicht und mit Hilfe von Jutta Langheineken, Ihres Zeichens Agraringenieurin, Buchautorin und Gartenjournalistin. Um es vorweg zu sagen, inhaltlich hat sich nicht so viel geändert zu den vorherigen kleinen Mischkultur-Büchlein.

Aber die Umsetzung, die Beschreibungen und Erklärungen sind äußerst gelungen, da merkt man die Hand der Journalistin. Ausserdem verfolgt der Ulmer Verlag ein neues Konzept mit seinen Gartenbüchern: Weniger Text, viele erklärende Bilder und Zeichnungen und ein neues Outfit machen Lust, die Bücher zur Hand zu nehmen.

Natürlich gibt es die bewährten Übersichten mit Mischkulturvorschlägen, die Tabellen mit den günstigen und ungünstigen Nachbarn, die erhellenden Zeichnungen, dazu Bilder, die über das Übliche hinausgehen und immer auch ein wunderbares Ambiente transportieren. Daneben aber gibt es viele Sidesteps, die Begriffe erklären, Tipps geben, Themen aufgreifen, gerade so, als hätten die beiden Autorinnen beim Lesen neben einem gesessen und die aufkommenden Fragen voraus geahnt.

Schön finde ich, unter Anderem, die Übersicht zur Einschätzung von Erntemengen für ein 10 qm Beet, die für einzelne Sorten beispielhaft ausgewiesen werden. Und spannend sind auch die Besuche in einigen Gärten, deren Besitzerinnen sich mit speziellen Sichtweisen auf den Nutzgarten auseinandersetzen, z. B. bei Margarete Langerhorst, deren selbst entwickelte Mischkultur ich Ihnen vor einer Weile vorgestellt habe.

Auch das Francksche Kultursystem wird nochmal vorgestellt, so dass jeder für sich herausfinden kann, was in seinem Garten sinnvoll ist. Toll finde ich auch, dass das Thema „Mischkultur und Obst“ näher beleuchtet wird, denn auch ich habe eine Obstwiese und die Idee, dass da doch ausser Bäumen noch mehr wachsen könnte. Ich mag dieses Buch und Sie werden es auch mögen. (Ulmer Verlag, ISBN 978-3-8001-1274-6, EUR 24,90) 

 

Neulich ist mir mein Garten-Moodboard

aus Armsheim wieder in die Hände gefallen. Es konnte mir nicht blumig, verspielt und verschnörkelt genug sein.

Hier in Frickenhausen, wo der Garten ein langer, meist stark ansteigender Schlauch ist, kann man mit so etwas gar nichts anfangen. In den letzten drei Jahren habe ich (schmerzlich und mit Hilfe eines Gartenplanungs-Seminars) gelernt, dass so ein spezieller Gartenzuschnitt vor allem eins braucht: Ordnung und Struktur.

Daran arbeite ich gerade und dabei haben mich viele Ideen aus dem neuen Buch der beiden Gartenjournalistinnen Victoria Wegner und Dr. Heidi Lorey inspiriert. Gartengestaltung mit Hochbeet bietet hier sehr viele Anregungen, die auch für gut strukturierte Gärten Üppigkeit und Vielfalt bieten.

Sie haben dazu sowohl eigene Erfahrungen als auch ausgewählte von KollegInnen zusammengetragen und das ergibt einen bunten Strauß an Möglichkeiten, die gerade im Vergleich so anregend wirken. Egal, ob Ihr Ideal ein mittelalterlicher Klostergarten ist, ob Sie einen schattigen Hof begrünen oder den Garten „nur“ zum relaxen nutzen wollen, mit Hochbeeten in verschiedenen Materialien bieten sich unendliche Möglichkeiten der individuellen Gestaltung. Alle Vorschläge sind reich bebildert, mit Übersichts- und Detailaufnahmen, so dass man sich alles gut vorstellen kann.

Im Praxisteil finden sich dann Tipps und Empfehlungen zu den möglichen Baumaterialien der Hochbeete, zur Bepflanzung und zur Pflege. Denn eins sollten Sie auch nicht vergessen: ein Hochbeet ist zwar bequem, aber gepflegt werden muss es auch. (Callwey, ISBN 978-3-7667-2217-1, EUR 39,95)

 

Die Ackerhelden sind ein Unternehmen,

dem ein Gesamtkonzept rund um die Vermarktung von mietbaren Bio-Gemüseäckern zugrunde liegt. So ist das Buch also kein persönlicher Bericht der Ursprungs-Ackerhelden, sondern das Ergebnis einer Gartenredaktion; die beiden Gründer fungieren als Herausgeber.

Man könnte also vermuten, dass nicht allzuviel Sorgfalt auf das Buch gelegt wurde. Dem ist aber nicht so, sowohl Konzeption als auch Inhalt des Buchs „Ackerhelden – Biogärtnern für Einsteiger“ sind durchdacht, ehrlich, achtsam auch im Detail. Ich bin mit Skepsis ans Lesen gegangen und habe mit Begeisterung geendet.

Wer sich mit dem Gedanken trägt, das (Gemüse-)Gärtnern anzufangen, ist mit dem Buch gut bedient: Alle Basics sind aufgeführt, alle Eventualitäten sind berücksichtigt. Man sollte das Buch bei sich haben, wenn man im Garten werkelt, es ist übersichtlich gestaltet und Fragen können in Windeseile geklärt werden. Die Bilder sind zur Verdeutlichung eingesetzt und zeigen genau das, was im Text zu erklären zu langwierig wäre.

Abgerundet wird das Buch mit einem tabellarischen Ausflug in die Mischkultur – wer sind gute bzw. ungünstige Nachbarn, einem Aussaat-Kalender und einem kurzen Teil über Schädlinge und Pflanzenkrankheiten. Die Ackerhelden sind Bioland-Partner, also sind alle Empfehlungen auf den biologischen Anbau abgestimmt. Das Buch hat nur einen Haken: es gibt darin nur Ackerhelden, keine Heldinnen. Frech! (DorlingKindersley, ISBN 978-3-8310-3047-7, EUR 14,95)

 

Letztes Jahr nahm ich an einer Tagung teil,

bei der ein Redner mit dem Thema antrat „Gebt dem Mais seine Bohne zurück“. Leider war das Ziel nicht Mischkultur und die Ernährung, sondern die Gewinnung von Grünmasse für die Biogasanlage.

Da ist mir das vorliegende Buch von Dr. Nathalie Faßmann doch wesentlich lieber. Auch sie ficht für die uralte Anbaumethode, vergisst aber nicht den Kürbis, der dazu gehört, und legt den entscheidenden Schwerpunkt auf die menschliche Ernährung. Ich war sehr angetan von dem Wissen, das die Autorin zusammengetragen hat. Es ist lohnend für alle, die sich mit dem Thema der „Drei Schwestern im Garten“ befassen wollen.

Das Buch beginnt damit, die Mischkulturform in ihrem historischen Kontext zu verorten, das Anbausystem zu erklären, auch seine Funktion in der Milpa, einem nachhaltigen mehrjährigen Permakultursystem aus Zentralamerika. Dann geht es ans Eingemachte: wie und wann werden die Samen ausgebracht, es gibt da mehrere „Designs“, die alle ihren Ursprung bei den indigenen Völkern Amerikas haben. Wie plane ich das Beet am besten, wo soll es liegen und welche Ansprüche muss es erfüllen? Wie verhalten sich die Pflanzen im Jahresverlauf, welche Düngung und Pflege brauchen sie, usw, usf. Auch die einzelnen Pflanzenarten werden detailliert beschrieben bis hin zu Empfehlungen für die „Verpartnerung“. Und zu guter Letzt gibt es auch noch etliche Rezepte, Tipps für das Konservieren der – hoffentlich – reichen Ernte, Hinweise zum Erzeugen von Pflanzenjauche, zur Berechnung des Düngers und Bezugsquellen für das Saatgut.

Mir hat das Buch gefallen: es ist unterhaltsam geschrieben, informativ und die Zeichnungen von Margret Schneevoigt verdeutlichen schwer Vorstellbares. (Pala Verlag, ISBN 978-3-89566-351-2, EUR 14,00)

 

In einer Buchbesprechung von einigen Jahren

habe ich geschrieben „Rudi Beiser ist ein Überzeugungstäter“. Und es ist ein Erfolgserlebnis, dass ich von meiner Meinung nicht abrücken muss. Er hat also wieder zugeschlagen: „Kräuterglück – Genussvoll gärtnern mit Küchen- und Wildkräutern“ ist eine wundervolle Sammlung von gärtnerischem, historischem und heilkundlichem Wissen über Kräuter. Willkürlich eine Seite in diesem Buch aufgeschlagen bietet es Informationen z. B. über den Beifuß als Zauberpflanze gegen Dämonen und Reisemüdigkeit, als Bestandteil im Neunkräutersegen der germanischen Stämme, als Hebammenkraut, als Gewürz für die Verdauung, als Aperitif, als Likör und zur gärtnerischen Handhabung. Das Gleiche exemplarisch beim Liebstöckel: ein Kraut, das allein stehen möchte, dessen Blätter vor der Blüte das meiste Aroma haben, das Verwandtschaft in Schottland hat, aber eigentlich aus Persien kommt, das auch Luststecken oder Liebesröhre heißt und entsprechend eine aphrodisierende Wirkung haben soll. Dessen Wurzeln harntreibend sind, dessen hohle Stängel auch bei Husten und Halsweh helfen, wenn man heiße Milch daraus aufsaugt und zwei Rezepte fehlen auch nicht, wobei das beileibe nicht alle Kenntnisse zu diesem Kraut sind. Ich brauchte noch nicht mal Probekochen, denn die empfohlene Kartoffelsuppe mit Liebstöckel ist schon lange in meinem Repertoire (wobei ich den Grünkern weglasse) und ich liebe sie. Wärmend, würzig und sättigend, eine gute Mahlzeit für Herbst und Winter. Selbstverständlich sind, wie immer, die Fotos hervorragend und selbsterklärend, der Serviceteil enthält zahlreiche Bezugsquellen und Literaturhinweise, es gibt an die hundert Rezepte und eine umfangreiche Einführung in das Thema gibt es auch. Haptisch ist das Buch ebenfalls eine Offenbarung, denn es hat einen Einband, der sich wie Leinen anfühlt, was durch die gesamte Aufmachung noch unterstrichen wird. Wenn Sie noch ein Weihnachtsgeschenk für Ihre Lieben oder sich selbst brauchen: es ist jeden Cent wert. (Ulmer Verlag, ISBN 978-3-8001-7522-2, EUR 29,90)

 

Es geschieht nicht so furchtbar oft,

dass ich für ein Buch, das ich besprechen will, sofort Feuer und Flamme bin, aber hier ist es wieder einmal der Fall. Dabei handelt es sich um ein total sachliches Gartenbuch mit begrenztem Unterhaltungswert.

Doch, die Fotos sind schön und die Zeichnungen, die zur Illustrierung von Gartentechniken dienen, erfüllen ihren Zweck ohne Zweifel, aber das macht das Buch nicht aus. Meine Begeisterung speist sich aus der Tatsache, das die Autorin ein ganz und gar nützliches, systematisches und übersichtliches Buch für Gartenanfänger geschrieben hat, die sich selbst mit Gemüse und Obst versorgen wollen.

Sie müssen nicht erst, um starten zu können, diverse Bücher über Mischkultur, Düngen mit Kompost, Fruchtfolgen und Beet anlegen lesen. Sie können einfach starten und Silke Kluth, Autorin, Gartenbau-Expertin und Journalistin, begleitet Sie durch die ersten beiden Gartenjahre. Mit fertigen Beetplänen, Empfehlungen für Gemüsesorten und -samen, mit Pflegetipps, mit Do's and Don'ts, mit Pflanzenporträts, und, und, und.

Im Praxisbereich bekommen Sie die genaue Anleitung für die Anlage und Pflege Ihrer Gemüsebeete, im Extra sind diverse Fachbegriffe erklärt, die Sie nach und nach lernen. Wenn Sie bestimmte Gemüse nicht mögen, gibt es Alternativen, wenn Sie Topfgärntern, erfahren Sie, was zu beachten ist, wenn Sie nur einen kleinen Garten haben, empfiehlt die Autorin Obstsorten, die sich dort wohlfühlen.

Dazu gibt es im Serviceteil u. a. einen Pflanzenschutzplaner, einen Gemüsebeetplaner und einen Mischkulturplaner. Und den phänologischen Kalender enthält das Buch auch noch, denn Gärtnern ist vom Wetter abhängig und als Selbstversorger-Greenhorn hilft es ungemein, wenn man erkennen kann, wann der richtige Zeitpunkt ist um wichtige Arbeiten zu verrichten. Das Buch ist stabil genug, um es mit in den Garten zu nehmen, so dass Sie es immer zu Hand haben können. Für alle AnfängerInnen: KAUFEN! (Gräfe und Unzer, ISBN 978-3-8338-3937-5, EUR 16,99)

 

Schon seit Jahren höre ich immer wieder

von der Mischkultur der Langerhorsts, zuletzt bei einem Ausflug nach Niederbayern. Aber niemand war wirklich in der Lage, mir verständlich zu erklären, was die besonderen Vorzüge dieser Kulturart sein sollen. Und jetzt weiss ich auch, warum: Man muss sich schon sehr lange und intensiv, vor allem praktisch, mit dem Konzept auseinandergesetzt haben, um es wirklich gut erklären zu können.

Und auch mir fällt es nicht leicht, Ihnen aufzuzeigen, was die Methode Langerhorst von anderen unterscheidet. Fangen wir erst einmal an. Das Buch zu lesen ist nicht einfach, aber es hinterlässt ein gutes Gefühl, denn es hat eine eigene „Atmosphäre“. Als Hintergrund ist es gut zu wissen, das die Familie Langerhorst seit mehr als vierzig Jahren einen Gärtnerhof in Österreich betreibt mit einer nicht alltäglichen Vermarktungsstrategie: Das Gemüse wird im Paket versandt. Es gibt natürlich auch einen Verkauf ab Hof und die Lieferung in der Umgebung.

Dieses Konzept beinhaltet in folge dessen, dass der Garten rund ums Jahr Erträge bringen muss, um die Kunden zufriedenzustellen und die vielköpfige Familie zu ernähren. Das Geheimnis sind die Kleewege, die von Jahr zu Jahr weiterrücken, Mischkulturen, die in dieser langen Zeit erprobt und für gut befunden wurden und ein Boden, der seine Fruchtbarkeit aus dieser Technik bezieht und aus der Tatsache, dass er seit vierzig Jahren nicht mehr umgegraben worden ist.
Unterteilt ist das Buch in vier Bereiche, Gärtnerhof-Aktivitäten, Gartenpraxis, Ernährung und Lebensführung und es gibt tatsächlich keinen Bereich, der nicht besprochen wäre. Margarete Langerhorst hat es so strukturiert, wie die Arbeit auf dem Hof organisiert ist, das lässt einen ab und zu die Bezüge suchen. Darum sind die ausgewählten Fotos auch sehr hilfreich, denn sie illustrieren einiges und machen es besser verständlich. Für Anfänger scheint es mir angeraten, sich in der Praxis auf erste Schritte in der Mischkultur zu konzentrieren. Wenn Sie aber schon Gartenpraxis haben und Ihnen das I-Tüpfelchen fehlt, sollten Sie das Buch unbedingt lesen. (OLV Verlag, ISBN 978-3-922201-21-2, EUR 19,95)

 

Der AT Verlag aus der Schweiz

ist immer für fundamentale Werke gut. Hier also ein gewichtiger (ca. 3kg schwerer) Geschenkvorschlag für diejenigen unter uns, die noch eine/n HobbygärtnerIn oder sich selbst zu beschenken haben: das Lexikon der alten Gemüsesorten. Die AutorInnen, Marianna Serena von ProSpecieRara in der Schweiz und Michael Suanjak, ehemals bei der Arche Noah in Österreich, haben ein riesiges Wissen über alte Gemüsesorten zusammen getragen. Und obwohl sie viele Helfer hatten, kann ich mir gar nicht vorstellen, wie lange es gedauert hat, dieses Wissen von 800 Sorten in Buchform zu bringen. Es braucht ja nicht nur die Recherchen in alten und aktuellen Büchern, Katalogen, usw. sondern auch das Fotografieren der Sorten. Dazu müssen sie erst einmal angepflanzt und dann zum richtigen Zeitpunkt fotografiert werden. Aber es hat sich gelohnt, auch wer sich mit alten Gemüsesorten auskennt wird in diesem Buch Neues finden.

Ich habe einiges über mir unbekannte Pflanzen gelernt, z. B. über den Eschlauch, eine alte Sorte, die bereits 1586 Erwähnung fand und erst in den 1990er-Jahren im Neckartal wiedergefunden wurde. Oder über mir bekannte Sorten, wie die Paprika Sweet Banana, die vermutlich ursprünglich aus Ungarn stammt, in den 30er Jahren des vorigen Jahrhunderts in die USA eingeführt wurde und dann mit dem heute bekannten englischen Namen nach Europa zurück kam.

Vor der Sortenbeschreibung findet sich Wissenswertes zur jeweiligen Art – Geschichtliches, Herkunft, Bedeutung, Botanik, Anbauhinweise. Ergänzt wird das Geschriebene von aussagekräftigen Bildern, die von den FotografInnen Franca Pedrazzetti und Beat Brechbühl realisiert wurden. Darüber hinaus findet sich eine Geschichte der Kulturpflanzen, die Beschreibung einiger Erhaltergärten, Hinweise zu Erhalterorganisationen und nicht zuletzt eine ausführliche Literatur- und Quellenliste. Lohnt unbedingt! (AT Verlag, ISBN 978-3-03800-620-6, 59,90 EUR)

 

Ihnen ist sicher schon aufgefallen,

dass ich immer wieder gerne mal auf Artikel von Christel Rupp verweise. Ich schätze sie und glaube, dass sie, bedingt durch ihre langjährige Berufserfahrung, über unendlich viel Gartenwissen verfügt. Und wie recht ich hatte: jetzt gibt es ein Buch von ihr - „Bio-Gärtnern für Selbstversorger“ - das dieses Gartenwissen nutzbringend vereint. Nicht, dass Selbstversorger-Gartenbücher jetzt eine unwiderstehliche Neuigkeit wären, aber dieses hier ist anders. Klar in der Form, kompakt im Text, fundiert im Inhalt und sehr nett in der Gestaltung. Da hat sich jemand ausgiebig Gedanken gemacht, wie denn einem solchen Buch noch ein Nutzwert abzuringen wäre. Z. B. gibt es ein Kapitel „Bunt gemischte Sätze“, in dem es um Mischkultur geht. Sie finden dort die Beschreibung der grundlegenden Prinzipien und – um das Geschriebene zu unterstreichen – eine sehr hübsche Illustration einer biologisch-dynamischen Fruchtfolge. Oder im Kapitel „Beerenpflege mit der Schere“ eine bemerkenswerte Bebilderung der erforderlichen Schnitttechniken. Immer auch findet man zu Beginn eines Kapitels die für die darin beschriebenen Arbeiten erforderlichen Gerätschaften.

Unterteilt ist das Buch in sechs Bereiche, vom Einstieg ins Bio-Gärtnern mit Beschreibung der Praxis über Gemüse-, Obst- und Kräutergarten bis zum Einlagern und Konservieren der Gartenschätze. Die Bereiche sind wiederum unterteilt nach Jahreszeiten und hier finden sich neben der gärtnerischen Praxis auch die Beschreibungen von vielen Obst-, Kräuter- und Gemüsesorten. Abgerundet wird das Buch mit einem kurzen Ausflug in die Pflanzenkrankheiten und einem recht ausführlichen Übersichtsplan über Aussaat- und Erntezeiten. Sehr schmunzeln musste ich bei der Beschreibung der Ernte und Verwendung bei Speisezwiebeln, wo sie schreibt, dass die Blätter von Zwiebel niemals umgetreten werden dürfen. Das erinnerte mich daran, das zu meiner Frankfurter Zeit es ein stehender Spruch war: Der kann mit seinen großen Füßen in Griesheim die Zwiebel umtreten gehen. Und gerade habe ich gelesen, dass die Bamberger Gärtner das auch gemacht haben, damit die Kraft in die Wurzel ging. Wie man hier sieht, gibt es immer unterschiedliche Herangehensweisen an bestimmte Dinge, die von Christel Rupp ist mit Sicherheit eine der besten. (Gräfe & Unzer, ISBN 978-3-8338-3469-1, EUR 24,99)
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