bio-saatgut - handverlesenes samenfestes ökologisches Saatgut, seltene und historische Gemüsesorten für ambitionierte Hobbygärtner*innen

Bücher

Eine Rezension zu schreiben von einem Autor,

den man kennt, stellt sich als recht schwierig dar. Deshalb drücke ich mich schon eine Weile davor, das Buch „Mein Weg in ein nachhaltiges Leben“ von Don Giardino Selbstversorger zu besprechen.

Kennengelernt habe ich Don Giardino auf Instagram, wobei ich nicht erinnere, wer wem zuerst gefolgt ist. Auf jeden Fall fand ich das, was er machte, sehr spannend und so ganz auf meiner Linie.

Da er bereits viele Sorten von seinem Großvater erhält, hat er sich bereit erklärt, etliche von Wolfgang Kreimers Tomatensorten zu übernehmen, die sonst wohl verloren gegangen wären.....mehr lesen.






Dieses Buch zu besprechen

bereitet mir große Probleme, denn wo anfangen? Bei Bösewichten und Plagegeistern? Bei Schädlingen und Nützlingen? Bei süßem Viehzeug, wenn es einzeln auftritt, in Massen aber eine Plage ist? Ich weiß es nicht.

Fangen wir damit an, dass Sigrid Tinz, die Autorin, jedem vermeintlichen Schädling eine Stimme gibt, was ziemlich witzig daher kommt.

Die Schnecke z. B. sagt, dass sie für die Rückführung organischen Materials in den Kreislauf der Natur verantwortlich ist und daher alles frisst, was nicht mehr frisch und knackig ist: „Eure ganzen Setzlinge zum Beispiel (…). Wie sie da liegen, drei Blättchen, die Wurzeln geknickt und verletzt, halbtot, hungrig und durstig (…). Denen geht es nicht gut, die können weg.“ Aus der Sicht, tja….. Muss man mal überdenken; oder was meinen Sie? Lesen Sie hier weiter....



Anfang Mai habe ich auf Instagram gepostet:

"Dieses Buch ist der Knaller", dabei hatte ich erst angefangen zu lesen. Und nun, nachdem ich damit durch bin, kann ich das von ganzen Herzen bestätigen. Was macht den Unterschied zu anderen Gartenbüchern? Das Wissen von Wolfram Franke, seine Art zu schreiben und dass er in seinem Buch Beobachtungen teilt, die ich auch gemacht habe, die aber nirgends sonst aufgeschrieben wurden. Ich habe mich darüber gefreut wir ein Kind.
HIER geht es weiter...




Schön wild!

Das Buch ist noch nicht besprochen, aber ich habe schon einen Teil meines Gartens danach umgestaltet. Allein deshalb, weil mir die Zeichnung auf dem Titel so gut gefallen hat. Und, weil mir eine Freundin zwei Eibischpflanzen geschenkt hat. Und, weil ich noch eine alte massive Vorratsholzkiste gefunden habe, mit der ich nichts rechtes anzufangen wußte. Und, nachdem ich das Buch von vorne bis hinten durchgearbeitet habe.

Um es vorweg zu nehmen, ich kenne beide AutorInnen und weiß um die Qualität ihrer Arbeit. Hier haben sie erneut einen Beweis für ihre wirklich intensive Kenntnis der heimischen Fauna und Flora erbracht. Hätten Sie den Wildstauden-Garten von Friedhelm Strickler, der eine Wildstauden-Gärtnerei betreibt, schon mal gesehen, würden Sie mir recht geben. Brigitte Kleinod hat ebenfalls mehr als fünfundzwanzig Jahre Erfahrung in der Gestaltung naturnaher Gärten und ist fast ebenso lange als Autorin tätig. Im vorliegenden Buch „Schön wild!“ haben die beiden zweiundzwanzig Vorschläge für eine Gartengestaltung mit heimischen Wildblumen und -stauden für jeden Gartenstandort zusammengestellt. Ich habe mir sie alle intensiv angeschaut und finde sie sehr gelungen.

Warum sollte man überhaupt den Garten mit Wildblumen rsp. Wildstauden bepflanzen? Ein so gestaltetes Areal bietet einer Vielzahl von Wildtieren und Insekten Heimat, Geborgenheit und Nahrung. Und hält, wenn man es richtig macht, die kleinen mehrbeinigen Nichtsnutze vom Gemüse fern, weil sich so viele Helfer im Garten einfinden, die den Gärtner unterstützen. U. a. ist in dem Buch auch beschrieben, dass die meisten ach so schönen Insektenhotels für viele Insekten gar keinen Nutzen haben, weil z. B. die Ausrichtung der Röhren falsch ist. Sie sind in der Regel waagerecht ausgerichtet, viele Tieren brauchen sie aber senkrecht.

Die AutorInnen beschreiben die Planung, Vorbereitung und Umsetzung einer Wildstaudenecke bis ins Detail. Jede/r kann anhand dieser Erklärungen so ein Beet zusammenstellen. Es gibt einfache übersichtliche Hilfen, wie z. B. Einkaufslisten mit Mengenangaben, Blühzeit, Blühfarben und Wuchshöhen. Es gibt Zeichnungen, die eine Vorstellung davon erzeugen, in welcher Reihenfolge und Intensität die Pflanzen und Blumenzwiebeln eingesetzt werden sollen. Und es gibt die wunderschönen Zeichnungen von Heidi Janicek. Bei einigen hatte jemand die geniale Idee, sie über die Vorder- und Rückseite eines Blattes laufen zu lassen, so das man wahnsinnig neugierig wird auf die nächste Seite und damit die weitere Gestaltungsumsetzung.

Ich bin ziemlich sicher, das jede/r, der Anregungen für die naturnahe Umgestaltung seines Gartens sucht, hier fündig wird. Und Weihnachten ist ja auch nicht mehr weit. (Pala Verlag, ISBN 978-3-89566-367-3, EUR 19,90)

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