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Für Sie gelesen....

Johanna Maier, die österreichische Hauben- und Sterneköchin

hat sich in diesem Buch ganz dem Thema „täglich gesund essen“ verschrieben. Die Grundlage dafür hat sie mit einer Ausbildung in „Traditioneller europäischer Heilkunde“ geschaffen. Nun verbindet sie in diesem Buch – Meine gesunde Küche – ihr unübertroffenes Küchen-KnowHow mit dem neu gewonnenen Wissen. Dafür hat sie Küchenklassiker und Rezepte für jeden Tag einer Überprüfung unterzogen und sie quasi neu ausgerichtet, z. B. Steirisches Wurzelfleisch, Kalbsrahmgulasch oder Kürbiscremesuppe. Auch für besondere Anlässe, seien es Feste oder ein Abend zu zweit finden Sie hier aufregende Rezepte. Die Autorin erklärt im Intro des Buches die Zutaten, die sie benutzt und welche gesundheitlichen Auswirkungen diese haben. Schon beim Lesen werden Sie feststellen, dass die Rezepte „rund“ sind und geschmacklich spannende Versuchungen verheißen. Ich fand den Bittersalat mit Birnen, Rüben und Nüssen toll und als ausgemachte Suppenkasperin die Fünf-Elemente-Suppen. Griesflammeri, Hafer-Porridge und lauwarmer Rhabarber mit Vanilleeis sind perfekt, wenn einen die Gier nach Süßem überkommt (was seit diesem Buch keine Sünde mehr ist!!). Die Rezepte werden illustriert mit schön fotografierten Bildern und viele Informationen rund um Lebensmittel und ihre Verwendung. Falls Sie noch einen Büchergutschein haben, nutzen Sie ihn für dieses Buch. Und falls Sie Küchennovizen beschenken möchten: Perfekt! (Servus, ISBN 978-3-7104-0108-4, EUR 30,00)

 

 Suppe Satt! - Seelenwärmer für jede Jahreszeit

– dieses Buch hat keinen Glamour und verspricht auch keine Sensationen, es hat Nutzwert! Und zwar mit den denkbar besten Suppenrezept-Variationen, schnell gekochte, leise gesimmerte, länger brodelnde. Obwohl das Buch schon eine Weile auf dem Markt ist, möchte ich es Ihnen hier vorstellen, denn es hat die Seelenwärmer, die auch für den Leib gut sind auf der Zielgeraden zum Winter. Wenn einem der Schüttelfrost schon den Rücken runterläuft, empfiehlt es sich, eine schöne warme gesunde Suppe zu essen, um das Wohlbefinden und die Abwehrkräfte zu steigern. Und solche Suppen finden Sie in diesem Büchlein von Karen Meyer-Rebentisch en masse.

Wobei die Autorin sowohl theoretisch als auch praktisch weiß, wovon sie schreibt. Sie ist Journalistin mit dem Schwerpunkt Garten- und Küchenthemen und betreibt auch eine eigene Website unter www.gemuese-info.de, die ebenfalls sehr informativ mit dem Thema Gemüse umgeht.

Klar, dass ich mir die Herbst- und Wintersuppen vorgenommen habe: Kürbissuppe mit Curry und Frischkäse – eine Offenbarung, schnelle wärmende Gemüsesuppe mit Currypaste – das Richtige an einem nebligen Tag und natürlich die Rote-Bete-Suppe mit Hackbällchen (bei mir ohne Hackbällchen) – nur lecker!
Bevor es zu den jahreszeitlich sortierten Rezepten geht, hat die Autorin die verwendeten Gemüsesorten kurz beschrieben, das erhellt ein wenig auch, warum saisonale Produkte die besseren sind; die Saisontabelle am Ende des Buches hilft beim Einkauf. Fast alle Bilder hat Frau Meyer-Rebentisch selbst geschossen, man merkt die intensive Befassung mit dem Thema. Jetzt kaufen! (blv Verlag, ISBN 978-3-8354-1469-3, EUR 9,99)

 

Eine eigene TV-Sendung,

ein eigener YouTube-Kanal, ein Fotostudio, das auf Foodfotografie spezialisiert ist, diverse Bücher und einen Bauerngarten an einem bayerischen See, den sie selbst bewirtschaftet: man weiß nicht, wann Barbara Bonisolli das alles macht, denn man darf vermuten, dass auch ihr Tag nur 24 Stunden hat. Wobei, wenn man im Garten wurschtelt und in der Erde wühlt, dehnt sich die Zeit automatisch.

Das neueste Ergebnis dieses Gewurschtels habe ich mir angesehen, „Das vegetarische Kochbuch“. Es geht der Autorin nicht darum, die vegetarische Lebensweise zu propagieren, sondern sie hat, wie wir alle, die einen Garten bewirtschaften, festgestellt, dass man oft gar kein Fleisch braucht, wenn man die eigenen Gemüse und Kräuter beernten und immer wieder anders kombinieren kann.

Und da finden sich sehr ansprechende Ergebnisse: Spinatsalat mit Avocado und Apfel, Frittierte Linsenbällchen mit Joghurt-Gurken-Dill-Dip, Überbackene Auberginenröllchen mit Brezenfüllung oder Rote-Bete-Ravioli mit frittierter Brennnessel.

Ich habe die Pappardelle mit Wurzelbolognese (Pastinake und Zucker habe ich rausgelassen) ausprobiert und Kartoffel mit Endivien und Haselnüssen (in meinem Fall mit Mandeln). Beide Gerichte sind ziemlich schnell zubereitet und sehr lecker. Die Wurzelbolognese läßt sich zudem gut einfrieren, also immer etwas mehr kochen.

Übrigens finden Sie in diesem Buch etliche Rezepte zur Haltbarmachung von Gemüse, z. B. zum Einlegen von Salzzitronen und Essiggurken oder auch zur Herstellung eines Apfelgelees mit Holunderblütensirup (auch lecker). Es gibt ein paar Basics, wie die Zubereitung einer Gemüsebrühe oder das Rezept für Rotes Sauerkraut. Alles ist, wen wundert's, sehr schön bebildert, der Appetit kommt schon beim Anschauen.

Das Inhaltsverzeichnis ist nach Jahreszeiten untergliedert, was die Rezeptsuche erleichtert und hat eine extra Rubrik für Eingemachtes / Basics. Ein bißchen verwirrend finde ich das Register am Ende des Buches: Die Zuordnung der Gerichte zu den Gemüsen ist nicht immer konsistent, so findet sich der Zuckerschotensalat zwar beim Knoblauch, aber nicht bei den Erbsen. Allerdings beeinträchtigt das nicht die Geschmackserlebnisse, die Sie mit diesen Rezepten erzielen können. (Callwey, ISBN 978-3-7667-2072-6, EUR 36,00)

  

Schon zu der Zeit, als ich noch in Frankfurt wohnte,

war Zweitausendeins meine bevorzugte Anlaufadresse, wenn ich mal was jenseits des Mainstreams haben oder mein Budget nicht so strapazieren wollte. So habe ich auch mal wieder zugegriffen, als Casual Cooking von Pete Evans auf der Verkaufsliste stand. Und ich kann Ihnen sagen, das war kein Fehler.

Pete Evans ist ein bekannter Fernsehkoch, Restaurantbesitzer und Kochbuchautor in Australien, der im vorliegenden Buch Rezepte von Gerichten gesammelt hat, die er für seine Familie und Freunde kocht.

Zum Einen sind die einführenden Beschreibungen unterhaltsam zu lesen, die Bilder sind ein Traum, von den Rezepten garnicht zu sprechen. Ihnen wird beim Lesen das Wasser im Munde zusammenlaufen.

Die Rezepte sind, trotz oft vieler Zutaten, einfach zuzubereiten und transportieren den Hauch von Urlaub, den man hin und wieder im Leben braucht: Bananen – Dattel – Porridge zum Frühstück, warmer Spargelsalat mit Büffelmozarella und Kirschtomaten für die Vegetarier, panierter Fisch mit Artischocken – Sauce Tatare für die Fischliebhaber, Caesar Salad mit Hähnchenfleisch, Spaghetti Bolognese auf chinesische Art, ich könnte schon wieder in die Küche gehen..... Nachtisch gibt’s natürlich auch, z. B. Milchreis mit Rotwein-Rhabarber oder Pflaumen- Tarte Tatin.

Ausprobiert habe ich den bunten Babymöhrensalat, das richtige Gericht, wenn es heiß ist und Essen nicht ganz oben auf der Liste steht. Die Vinaigrette braucht ein bißchen Zeit, aber das Ergebnis lohnt die Mühe (und ich glaube, man könnte sie auch in größeren Mengen vorbereiten und im Kühlschrank verwahren). Probieren Sie das eine oder anderen Rezept aus und lassen Sie mich wissen, ob es Sie auch so begeistert hat. (Collection Rolf Heyne, ISBN 978-3-89910-561-2, EUR 29,90, bei Zweitausendeins für EUR 9,95).

 

Bei den vom Gerstenberg Verlag herausgegebenen Büchern

findet man immer wieder schnuckelige Highlights, die vom Gewohnten abweichen. Auch das vorliegende (nicht mehr ganz neue) Kochbuch von Daniella Germain „Cocina mexicana“ ist solch ein Exemplar. Bis auf ein paar alte Familienbilder werden Sie in dem Buch keine Fotos finden. Kein Gericht wurde fotografiert, keine Zutat, nichts.

Dafür hat die Autorin, von Haus aus Illustratorin, das Buch mit wunderschönen bunten Zeichnungen bebildert. Ein bißchen fühle ich mich erinnert an mein Poesiealbum, auch da wurde ja zu jedem Spruch ein Bildchen gemalt.

Natürlich kann Frau Germain das besser und außerdem verfügt sie über einen spitzbübischen Humor. So empfiehlt das Huhn auf der Seite mit Hähnchen- und Bohnen-Enchiladas „wärmstens die Bohnen-Enchiladas“. Alle Rezepte sind bestens illustiert, bis hin zur bildlichen Erklärung, wie die Enchiladas, Tortillas oder Empanadas zu falten und zu legen sind.

Neben den Salsas, die naturgemäß VIEL Gemüse in Form von Tomaten, Chilis, Zwiebeln und Knoblauch enthalten, gibt es unzählige fleischlastige Rezepte und ich warne: sie sind ausgesprochen gehaltvoll. Ich habe Pollo en salsa de almendras (Hähnchen in Mandelsauce) ausprobiert. Sehr lecker – ich habe ein bißchen mehr Pfeffer benutzt als angegeben - aber mit zwei Hühnerbeinen hatte ich vier Mahlzeiten. Also sehen Sie sich vor beim Kochen; auch wenn Gäste erwartet werden, muss man nicht mehr machen.

Leider vertrage ich keine Hülsenfrüchte, so waren mir die Rezepte mit Bohnen verschlossen. Aber sie lesen sich sehr lecker. Wer sie also ausprobiert, macht sicher keinen Fehler. Und man sollte im Winter einmal den Weihnachtspunsch probieren, der liest sich auch sehr appetitlich. (Gerstenberg, ISBN 978-3-8369-2786-4, EUR 24,95)

 

Es gibt Buchcover, die „springen“ einen an,

und hier haben wir mal wieder so eines: Gemüse all'italiana aus dem AT Verlag. Das Titelfoto zeigt einen mit Tomaten, Paprika und Zucchiniblüten gefüllten Gemüsekorb, der von einem antiken Wasserhahn benetzt wird. Man möchte sofort an diesem Ort sein und das Gemüse in der Küche verarbeiten.

Ich bin immer auf der Suche nach Büchern, die gute, einfache und leckere Gemüserezepte bieten. Natürlich gibt es die vegetarischen und veganen Kochbücher, aber oft arbeiten sie mit exotischen Zutaten und irgendwelchen „als ob“-Produkten. Meine Vorstellung sind jedoch bodenständige Rezepte mit Lebensmitteln, die man bei uns in der Regel zur Hand hat. So ein Kochbuch liefert uns hier Cornelia Schinharl, die Kochbuchautorin und eine ausgewiesene Italienkennerin ist und auf ihren Reisen aus allen Regionen Rezepte gesammelt hat.

Ausprobiert habe ich die Löwenzahn-Kartoffel-Suppe. Während der Kochzeit habe ich sie immer wieder probiert und gedacht „die kann ich nicht essen, die ist viel zu bitter“ und dann stellte sich heraus, dass die Semmelbrösel mit Parmesan die perfekte Ergänzung waren, die dem Bitteren die Wucht nahmen. Ausserdem ausprobiert: die Fenchelcremesuppe, eine sahnige Offenbarung, die einen ganz eigenen Geschmack aufweist. Auf jeden Fall werde ich weitere Rezepte probieren und bin schon jetzt überzeugt, dass viele davon in meinen Koch-Kanon eingehen werden. (Noch ausprobiert: Geschmorter Salat mit Rosinen und Pinienkernen - wow)

Das Buch lebt von den wunderbaren Fotos, den präzisen Rezepten, aber auch von den kleinen Geschichten rund um die Produktion des Buches im Agriturismo La Malvarina, die verarbeiteten Gemüse und die italienischen Essgewohnheiten. Das Urlaubsfeeling stellt sich dann spätestens beim Kochen ein.

Gleichermassen unverzichtbar für Italienfans, GemüseverehrerInnen und solche, die das eine oder andere werden wollen. (AT Verlag, ISBN 978-3-03800-906-1, EUR 34,95)

 

Selten hatte ich so ein Problem,

ein Buch zu besprechen, denn das Rezept, das ich ausprobiert habe, hat mir nicht geschmeckt. Und dann weiß ich nicht so recht, wie ich anfangen soll. Trotzdem, das Buch – Vergessene Klassiker – alles hat, um Küchenfans zu begeistern: Schöne Bilder, umfangreiche Beschreibungen, eine Menge Rezepte für die vielen vergessenen Gemüse.

Die Autorin, Kathleen Paccalet, die seit langem ihre Leidenschaft für alte Gemüsesorten pflegt, hat mit Pariser Spitzenköchen zu jeder Sorte diverse Rezepte erarbeitet. Yves Paccalet, Naturforscher und Philosoph hat die Warenkunde zu den Sorten verfasst und dabei die Historie nicht vergessen. Und Marc Dantan, seines Zeichens Foodfotograf, hat die Gemüse-Portraits in Szene gesetzt. Und man muss von Portraits sprechen, denn ich habe nicht oft Gemüse-Fotos gesehen, die mit soviel Liebe zum Produkt angefertigt wurden, traumhaft und mit dem leichten Augenzwinkern, dass einen sofort zum Lächeln bringt.

Eigentlich möchte man die so Portraitierten nicht in die Pfanne hauen, aber was soll's, ich habe es trotzdem gewagt. Pastinaken-Püree mit Knoblauch und Sahne. Vielleicht war meine Pastinake zu süß, aber ich fand den Geschmack nicht harmonisch. Dann also Pastinakensamtsuppe. Das war schon etwas anderes, auch wenn ich mangels Knollenkerbel auf die entsprechenden Chips verzichten musste.

Das Rezeptangebot ist so bunt, dass sich sicher für jeden etwas finden lässt, vor allem, wenn er die Gemüse im eigenen Garten kultiviert: Rindfleischragout mit bunten Karotten, Auberginenrouladen mit Mozzarella, Steckrüben mit Rosmarinhonig und Ingwer, Knollenziest auf provencalische Art: Sie können es sich aussuchen. (Gerstenberg, ISBN 978-3-8369-2791-8, EUR 19,95)

 

 

Wenn, wie gerade, die Saison im Saatgutgeschäft losgeht,

bleibt mir wenig Zeit zum Kochen. Also beginne ich bereits im Herbst mit Vorkochen und Einfrieren. Aber manchmal gelüstet es mich doch nach frisch Zubereitetem. Da kommt mir eine – nicht mehr ganz neue – Ausgabe von Annemarie Wildeisens Expressküche gerade recht. Sie verspricht frisch Zubereitetes in 15, 25 oder 35 Minuten. Geht das? Und - schmeckt das?

Zuerst der Versuch mit den 15 Minuten: Penne mit zweierlei Pfeffer – geht wirklich ruck, zuck. Die meiste Zeit von den 15 Minuten brauchen die Penne, bis das Wasser kocht und sie gar sind, die restliche Zeit wird benötigt für Hacken von Zutaten, anbraten und anrichten. Falls Sie noch Penne vom Vortag haben, geht das Ganze wirklich in kürzester Zeit und ist trotzdem unübertrefflich im Geschmack.

Zweiter Versuch mit dem Karottentatar, das 35 Minuten in Anspruch nehmen soll. Ebenfalls in der angegebenen Zeit zu schaffen und ebenfalls sehr schmackhaft, wobei ich die Karotten kurz angedünstet habe. Alle Rezepte sind anschaulich bebildert und gut erklärt. Sie sind für vier Personen berechnet und unter jedem Rezept steht, wie es für zwei oder eine Person abgewandelt werden kann. Manchmal steht da auch „Der Aufwand lohnt sich nicht, zu viele Reste!“, dann müssen Sie überlegen, was Sie tun.

Etwas können die Schweizer noch lernen, nämlich die Übersetzung von genuin schweizerischen Begriffen, wie die Österreicher sich das angewöhnt haben. Zwar gibt Google die Übersetzung jederzeit her, aber ein Glossar wäre netter. Übrigens gibt es nicht nur Hautgerichte, sondern auch Vor- und Nachspeisen, u. a. eine traumhaft leckere Erdbeercreme. Dieses Buch wandert in meine Küche! (AT Verlag, ISBN 978-3-03800-816-3, EUR 15,90)

 

  

Überall Zucchinischwemme, nur bei mir nicht....

Eigentlich dachte ich, ich hätte das kleine Buch zur Bewältigung dieser Aufgabe schon einmal besprochen, aber meine Recherchen in dieser Richtung haben kein Ergebnis gezeitigt. Sonst hätte ich sicher über die Cartoons von Renate Alf auch nur halb so viel gelacht.

Sie kennen Irmela Erckenbrecht von etlichen meiner Buchbesprechungen, so können Sie auch in diesem Buch einen umfassenden Therapieplan für das Problem erwarten. Nicht nur schildert die Autorin die Geheimnisse des Zucchini-Anbaus und dessen Tücken, sondern sie liefert auch mehr als hundert Rezepte, um der Zucchinischwemme genussvoll den Garaus zu machen. Darunter finden sich Klassiker wie Sahniges Zucchini-Gemüse mit Dill (lecker) oder das berühmte Ratatouille (leckerer), aber auch so ausgefallene Lösungen wie Feiner Zucchinikuchen mit Orangenlikör (probiere ich bei meiner nächsten Zucchinischwemme aus) oder Apfel-Zucchini-Konfitüre.

Bei vielen Rezepten finden Sie Hinweise darauf, wie sie den Weg zur Autorin gefunden haben und alleine die sind schon lesenswert, z. B. wie sie einmal in den USA an einer Ampel von einem jungen Mann ein vegetarisches Zucchini-Rezept erhielt und mit ihm ins Gespräch kam... Aber ich greife vor....

Machen Sie sich also selbst ein Bild. Falls Sie das Buch wegen mangelnder Ernteschwemme nicht brauchen, kaufen Sie es doch wegen der entzückenden Cartoons. (Pala Verlag, ISBN 978-3-89566-346-8, EUR 12,80).

 

 

„Food-Reiseführer für neugierige Österreich-Urlauber“,

so könnte dieses Buch auch heißen, denn es weist den Weg zu vielen Kleinerzeugern der österreichischen Landwirtschaft. Die Idee dazu hatte Manuel Zauner, weil er sowohl beruflich als auch privat mit der Beschaffung von Lebensmitteln zu tun hat. Als Fotograf und Assistent in einem Studio für Essensfotografie war er oft mit der Aufgabe betraut, wenig bekannte Nahrungsmittel zu finden, was sich oftmals schwierig gestaltete.

So machte er sich auf die Suche nach Lebensmitteln, die nicht mehr im Supermarkt zu finden sind und er wurde recht schnell bei den sogenannten Kleinerzeugern fündig. Menschen, die sich mit Hingabe der Produktion eines Lebensmittels widmen, dabei offen sind für die Bedürfnisse ihrer Kunden und Wissen und Genuss mit Freude teilen.

Herausgekommen ist „Ab Hof“, ein Buch, in dem eine Auswahl dieser Menschen vorgestellt wird mit Ihren Produkten und Rezepten, die vor Ort bekannt waren oder mit Unterstützung von Alexander Rieder, seines Zeichens Rezeptautor und Foodstylist, entwickelt wurden.

Bei diesem geballten Knowhow können Sie sich auch denken, dass die Fotos unvergleichlich sind; mein Favorit ist die Baby-Schweinebande auf Seite 171, zum Piepen.

Ebenso unvergleichlich sind die Rezepte: ein einfacher Gurkensalat – das Dressing macht ihn lecker leicht, Blauschimmelkäse auf knusprigen Fenchel – schnell gemacht und sehr schmackhaft oder gegrilltes Suppenhuhn, mariniert mit Knoblauch und Kräutern – was mich an meine Kindheit erinnert hat, als wir Huhn über dem offenen Holzfeuer grillten – dabei entwickelt sich ein unvergleichliches Aroma. Eigentlich kann man nicht wirklich wählen, denn beim Lesen der Rezepte läuft einem schon das Wasser im Mund zusammen.

Auch die Auswahl der Produzenten fällt nicht leicht, erwähnt seien aber der „unverzichtbare“ Paradeiser-Kaiser Erich Stekovic aus dem Burgenland, Marc Mößmer, der im oberen Waldviertel eine biologische Fischzucht betreibt und der Vetterhof, wo im Vorarlberger Rheintal von Simon Vetter allerlei Gemüse angebaut werden. So bietet dieses Buch eine kulinarisch-lehrreiche Rundreise durch unser östliches Nachbarland. Wenn Sie die Tour nicht unternehmen wollen, kaufen Sie sich wenigstens das Buch. (ISBN 978-3-7025-0777-0, Verlag Anton Pustet, EUR 35,00).

 

 

„light and easy“ sind

weder das Buch noch sein Inhalt, eher im Gegenteil. Im River Cottage hat Hugh Fearnley-Whittingstall mal wieder den Kochlöffel geschwungen und eine Reihe neuer Rezepte ausgetüftelt. Die, um es genau zu sagen, mir „das Leben gerettet“ haben. Wie? Die vorgestellten Rezepte wurden unter Ausschluss von Weizen und Milchprodukten entwickelt. Von daher per se gesund und für mich das Richtige, denn ich habe seit einiger Zeit Probleme damit und den ErnährungsberaterInnen fällt zu diesen Themen leider so gar nichts Vernünftiges ein. Insofern war mir dieses Buch schon mal sehr willkommen.

In der Einleitung beschreibt der Autor, der auch Journalist, Fernsehkoch, Kochschulbesitzer und sonst noch vielerlei ist, wieso ihn das Thema bewegt hat und warum er die Notwendigkeit sah, dazu ein Kochbuch zu schreiben. Der massenhafte Verzehr von Weizen- und Milchprodukten hat anscheinend auf viele Menschen negative gesundheitliche Auswirkungen, die HFW nicht einfach so hinnehmen wollte und die seine Experimentierlust anstachelten. Vor den einzelnen Kapiteln finden sich dann noch Erkenntnisse zu den jeweiligen Themen, z. B. zu Brot backen, zum Frühstück oder zum Gemüse.

Wie schon in seinem Buch „Täglich vegetarisch“ sind die Fotoseiten traumhaft schön und appetitlich und Mariko Jesse hat wieder ihrem Zeichenstift freie Hand gelassen, was zu witzigen Illustrationen führt. Man merkt dem Buch an, dass es mit Liebe gemacht ist, was ich ganz und gar mag.

Nun aber zu den Rezepten. Gebacken habe ich den Haselnuss-Schokoladenkuchen, in Ermangelung von Haselnüssen und Eiern mit Mandeln und veganem Eiersatz. Wie HFW schon immer erklärt, müssen wir unsere Erfahrungen hier beiseite lassen und uns Neuem öffnen. Das habe ich gemacht, trotzdem ist der Kuchen flach und relativ hart geblieben. Mit einer süßen Schafsmilchcreme mit Erdbeeren ließ er sich aber lecker essen. Meine Variation wäre der Verzicht auf das Kakaopulver, so dass der Ergebnis eher einer Mandeltorte ähnelt, was ich noch ausprobieren muss.

Sehr würzig und sättigend waren die geschmorten Zwiebeln mit herzhaftem Haferbrei, wobei empfindliche Menschen eher nicht soviel Zwiebel nehmen sollten. Dafür können Sie dem Haferbrei noch ein paar Kräuter nach Geschmack beifügen. Die Konsistenz des Haferbreis ist im ersten Moment gewöhnungsbedürftig, wer mehr Biss mag, kann vielleicht die Hälfte Haferflocken und die Hälfte Haferkleie nehmen.

Sehr lecker und blitzartig zu machen sind die Buchweizen-Crêpes, die man sowohl süß als auch pikant füllen kann. Für mich das ultimative „ich weiß nicht, was ich heute kochen soll“-Rezept: Im Kühlschrank findet sich immer etwas, was man als Füllung nehmen kann. Ich habe Marmelade, gemischten Salat, Hühnchen mit Salat, Schafsmilch-Quarkspeise süß und mit Kräutern, Pilze und diverse Gemüse-Aufstriche probiert. Alles geht, schmeckt gut und macht satt.

Auf Zeit online habe ich dieser Tage die Besprechung von Kirsten Haake zu diesem Buch gelesen. Sie hat geschrieben: „Das von mir nachgekochte Hühnchen mit Linsen und Rosmarin lag wie eine Wuchtbrumme in seinem Bett aus Linsen und erinnerte von der Würze mehr an eine Mahlzeit in einem Landgasthof als an ein leichtes Menü auf einer Strandterrasse.“

Auch für mich sind viele der Gerichte von „light & easy“ weit entfernt, doch das müssen Sie für sich selbst entscheiden! (AT Verlag, ISBN 978-3-03800-827-9, EUR 24,90)

 

 

Bücher besprechen ist eine feine Beschäftigung,

jedenfalls, wenn man nicht nur einfach den Pressetext des Verlags abschreibt. Ich mag es gerne, mich durch das Buch zu arbeiten, zu bedenken, ob es mir gefällt oder nicht, wie der / die AutorIn mit dem Thema umgegangen ist, welches Wissen sich in dem Buch wiederfindet. Und am meisten mag ich, wenn ich meinem inneren Schweinehund mal wieder etwas Neues beibringen konnte. In diesem Falle den Umgang mit dem von mir nicht geliebten Thema „Polenta“. Das war für mich in der Vergangenheit ein NoGo, geschmacklose Pampe. Das Buch von Astrid Martinez Paternina „Mais – das goldene Korn“ hat mich nun eines Besseren belehrt.

Wie immer bei den Büchern aus dem Pala Verlag besteht ein Kochbuch nicht nur aus dem Rezeptteil, sondern beschreibt die Gesamtschau des Hauptdarstellers. Das ist auch in diesem Buch der Fall. Die Autorin befasst sich mit der Geschichte des Maises, seiner Bedeutung in Garten und Küche bis hin zur Saatgutgewinnung, aber auch mit der Diskussion, die zur Zeit um die Pflanze geführt wird im Hinblick auf Mais als Lieferant für Bio-Energie oder als gut zu manipulierende Gen-Pflanze; sie hat immenses Wissen um den Mais versammelt.

Aber am besten gefällt mir die Vielfalt an Rezepten, die die Autorin zusammengetragen hat, z. B. Maisgazpacho für heiße Tage, Tamales, Chilimais oder eben die besagte Polenta. Ausprobiert habe ich die süße Variante; Polenta mit Mandelkruste und Pflaumenkompott: hinreißend! Sie können das Geschmackserlebnis noch steigern, indem Sie den Maisgries vorher etwas anrösten; richtig ist er, wenn er wie Popcorn riecht. Dafür kann man dann weniger Honig nehmen, denn das Gericht wird schnell zu süß (für meinen Geschmack). Als sättigendes Hauptgericht oder als himmlischer Nachtisch ist es unbedingt zu empfehlen.

Da Mais glutenfrei ist, ist er für die Ernährung von glutensensitiven Menschen unentbehrlich und die entsprechenden Gerichte sind in dem Buch gekennzeichnet. Schön ist auch der Hinweis auf die Herkunft der Rezepte, die aus aller Welt zusammengetragen wurden und die Zeichnungen, die diesmal Karin Bauer angefertigt hat. Darüber hinaus hat Astrid Martinez Paternina noch eine ausführliche Übersicht über die verschiedenen Maissorten, die sich für den Anbau im Garten eignen, zusammengestellt. Für Mais-Maniacs und Menschen, die es werden wollen. (Pala Verlag, ISBN 978-3-89566-327-7, EUR 14,00)

 

 

Es gibt Zeiten, da dauert

alles etwas länger als geplant. Aber nun habe ich endlich ein Gericht aus dem schon im letzten Herbst empfohlenen Buch „Blaue Schweden, Grüne Zebra, Rote Feurio“ nachgekocht und ich muss Ihnen sagen: DAS LOHNT. Von einem Freund, der sich mit einer besonderen Form des Gärtnerns beschäftigt, bekam ich eine weiße Bete geschenkt, schon vom Anblick her ein sehr schönes Exemplar seiner Gattung. Ich erinnerte mich, dass in dem Buch diverse Bete-Rezepte zu finden waren und suchte mir das „Risotto mit gelber Rande“ (so heißen die Bete in der Schweiz) aus.

Um Risotto zuzubereiten braucht man Geduld und wenn man dazu Bete benutzt, noch mehr, denn sie brauchen länger um gar zu werden als der Reis. Statt des geforderten Weißweins habe ich einen Winzersekt genommen, er war schon offen. Das hat dem Gericht einen netten Pfiff gegeben, ebenso wie der Parmesan, der zum Schluss untergerührt wurde. Serviert wurde mit gehackter Petersilie und gebratenen Randenwürfeln. Ein sehr empfehlenswertes Gericht ohne großen Aufwand, aber mit wunderbarem Geschmack. Wenn Sie das Buch im letzten Jahr nicht gekauft haben, tun Sie es vielleicht nun. (AT Verlag, ISBN 978-3-03800-729-6, EUR 56,00)

 

Es ist weder ein Garten- noch ein Kochbuch,

aber es ist ein Buch über gutes Essen, über ehrliche Produkte und ihre Produzenten und über eine wunderschöne Region, die zu besuchen sich unbedingt lohnt.

Als Kind wollte ich immer gerne reisen und das war ein ständiges Gesprächsthema zwischen meinem Vater und mir. Er war aber nicht mehr reisefreudig, weil er beruflich viel unterwegs war und sagte immer: „Du kannst fahren - mit dem Finger auf der Landkarte.“ So reise ich nun mit diesem Buch. Vor etlichen Jahren war ich schon einmal in Aschau und am Chiemsee und ich fand die Gegend sehr anziehend. Blühende Wiesen vor hohen Bergen oder vor dem blauen See, sehr malerisch.

Die Autorin des kleinen Büchleins, Dorothea Steinbacher, ist am Chiemsee geboren und aufgewachsen. Ihr liegt die Region am Herzen und sie beschäftigt sich gerne mit gutem Essen, was lag näher, als die beiden Leidenschaften zu verbinden. So finden Sie hier eine Zusammenstellung von Lebensmittel-Produzenten, wie Bäcker, Fischer, Käser und Orten, an denen man sie verzehren kann, wie Biergärten und Bräustüberl, Cafés, Gasthäuser und Restaurants, Badeanstalten und Almhütten. Z. B. in Traunstein das Manjas, wo es orientalisch – asiatisch angehauchten Mittagstisch gibt, gerne auch vegetarisch. Oder in Stephanskirchen der Gocklwirt, der zum guten Essen – neben Trüffel, Fischen und Bauerngockl – auch eine interessante Geschichte hat. Oder das Inselbräu auf der Fraueninsel im Chiemsee oder muss es der Inselbräu heißen? Wie dem auch sei, die Autorin hat sehr subjektiv mit Liebe und Sachverstand die Geschichten rund um Orte, Menschen und Produkte zusammengetragen, das merkt man dem Buch an.

Mir fehlt ein Inhaltsverzeichnis, das direkt auf die Seite der besprochenen Einkehrmöglichkeiten führt; das nummerierte Verzeichnis auf dem Umschlagklapper, das einen Überblick über die Region gibt, hat leider auch keinen Bezug zum Inhalt. Trotzdem – ein Buch, das man beim Wandern in der Tasche stecken hat und, wenn der Magen knurrt, hervor holt, um zu entscheiden, welche Lokalität man ansteuert. Spannend...und sehr nett gemacht. (Verlag Anton Pustet, ISBN 978-3-7025-0742-8, EUR 19,95)

 

 Nicht neu, nicht probegekocht,

nicht fertig gelesen (336 Seiten), aber ich wollte Ihnen das Buch schnell noch vor Weihnachten ans Herz legen: Blaue Schweden Grüne Zebra roter Feurio - Das ProSpecieRara-Kochbuch. Es ist - natürlich - nicht nur ein Kochbuch, sondern auch ein Buch über die Geschichte von ProSpecieRara (PSR), die Ziele und Erfolge. Die Schweizer Stiftung kümmert sich um den Erhalt gefährdeter nationaler Obst- und Gemüsesorten und Tierrassen. Das alles können Sie in dem Buch von Martin Weiss und Albi von Felten nachlesen.

Und dann die Gerichte berühmter Schweizer Köche nachkochen. So lustige wie Katzenseicherli-Sorbet auf Traubenkompott mit Grappa oder das 4-Gänge-Menu von Christian Kaiser aus dem Hotel-Restaurant Alpina in Klosters, in dem in jedem Gang eine Kartoffelsorte aus dem ProSpecieRara-Programm verarbeitet ist. Alle Rezepte sind überwiegend mit PSR-Sorten zubereitet. Darüberhinaus ist ein Hotel-Betrieb - Hospezi - beschrieben, der sich mit PSR-Sorten selbst versorgt. Es ist hoch interessant zu lesen, wie das auch auf über 1.000 Meter Höhe gelingt und auch, wieviel Arbeit dem zugrunde liegt. Wenn Sie noch nicht wissen, was Sie einem Gartenmenschen oder Küchenmenschen schenken sollen: das lohnt auf jeden Fall. Und ich verspreche, noch ein Rezept nachzukochen und Sie wissen zu lassen, wie es war. (AT Verlag, ISBN 978-3-03800-729-6, EUR 56,00)

 

Für die weihnachtliche Küche:

zwei aufregende Kochbücher aus dem Verlag Anton Pustet. Eigentlich sollten sie getrennt besprochen werden, aber ich finde, sie machen sich vorzüglich in Kombination.

Das eine – gut zu nutzen für Weihnachtsbäckereien und vorweihnachtliche Naschereien – bietet alte Rezepte aus der Klosterküche. Ernst Kaufmann und Günther Haderer, der eine Regisseur und Autor, der andere Koch und Barmann, haben sich zusammen getan, um in den alten Handschriften der Klosterküchen nach Süßspeisen zu forschen. Und sie haben vieles gefunden, was es wert ist, nachgekocht zu werden. Puddings und Gelees, Gefrorenes und Tees, Weine, Punsch und Liköre. Wunderbare Rezepte mit zum Teil exotischen Zutaten, die die gewöhnliche Bevölkerung seinerzeit sicher nicht zur Verfügung hatte. Aber die Klöster hatten schon immer gute Beziehungen zum Handel. Mir hat der Haselnussauflauf gut geschmeckt, der nun allerdings mit ganz gewöhnlichen Zutaten gemacht wurde. Sehr leicht und sehr lecker. Im Anhang haben die Autoren die diversen Zutaten beschrieben und ein Glossar verdeutlicht unterschiedliche Ausdrücke für die selbe Sache. (Sündig süß – Geheimes aus der Klosterküche, Verlag Anton Pustet, ISBN 978-3-7025-0720-6, EUR 25,00).

Damit vorher eine gute Grundlage für Desserts, Naschereien und Gebackenes geschaffen werden kann, sei Ihnen das Buch von Richard Rauch, Steira Wirt – Einfach gut kochen, empfohlen. Der Autor gehört zu den Jeunes Restaurateurs d' Europe und führt mit seiner Schwester ein alteingesessenes Restaurant in der Steiermark. Schon die Fotos zu den Rezepten werden ihnen das Wasser im Munde zusammenlaufen lassen: Steirische Murnockerln, Geeiste Rotkrautsuppe, Gedämpfter Zander mit Szegedinerkraut und Rahmgurken, Buttermilchmousse mit Zitronenmelissesorbet und gebackenen Hollerblüten. Viele der Rezepte sind etwas für fortgeschrittene Küchenfanatiker, Rauch setzt Gerichte gerne aus vielen unterschiedlichen Komponenten zusammen, die jeweils ein gerüttelt Maß an Aufmerksamkeit erfordern. Oder, wie im Vorwort steht: „Ein kleiner Tipp von einem Hobbykoch: Probieren Sie gar nicht, etwas nachzukochen, kommen Sie nach Trautmannsdorf zum SteiraWirt und lassen Sie sich kulinarisch verführen vom wahren Meister der heimischen Kochkunst: Richard Rauch!“ Eine gute Empfehlung, wenn die Anreise nicht so weit ist oder im Urlaub. Alternativ kann man Geräucherte Blunzen mit Sauerkraut und Grammelknödeln zubereiten, das schaffen auch Hobbyköche. Wobei ich die Blutwurst bereits geräuchert gekauft habe. Eine Offenbarung. (Verlag Anton Pustet, ISBN 978-3-7025-0719-0, EUR 29,00).

Falls Ihnen also noch Weihnachtsgeschenke fehlen, das ist – einzeln oder zusammen verschenkt – eine gute Wahl.

  

Gerade erst entdeckt, obwohl

es schon 2008 erschienen ist, habe ich das schnuckelige Kochbuch „Einfach und schnell – Salate und Gemüse“ von Donna Hay. In der Optik ein bißchen gewagt, ein Gemüsekochbuch in Türkis – heute steht man da eher auf grün in allen möglichen und unmöglichen Variationen. Da ich meistens für mich alleine koche, bin ich immer auf der Suche nach Rezepten, die schnell und einfach zuzubereiten sind, aber eben überwiegend Gemüse als Grundlage haben. Das ist noch immer nicht einfach zu finden. Nicht einverstanden bin ich mit den Empfehlungen für den Einkauf der Gemüse: „Trauen Sie Ihren gesunden Urteilsvermögen und kaufen Sie das, was am besten aussieht.“ Im Zweifel könnte das weitgereistes geschmackloses Uniformgemüse sein. Gehen Sie lieber zu Ihrem Gemüsehändler oder Bio-Bauern. Dort finden Sie leckeres Gemüse und Salate, die frisch und knackig sind und vielleicht haftet ihnen noch ein wenig Erde an. Es ist die Spezialität der australischen Kochbuchautorin (mit eigener Fernseh-Show, einem Magazin, einer eigenen Produktlinie und noch vielem mehr), davon auszugehen, dass die Zeit in der Küche äußerst begrenzt ist und daher soll die Vorbereitungszeit für Ihre Rezepte so gering wie möglich sein. Nun denn, das können Sie jetzt alles selbst ausprobieren, z. B. Lollo verde mit Ziegenkäse-Toasts, Thai-Rindfleisch-Salat, Geschmorter Kohl oder – etwas aufwändiger – Gemüselasagne. Bei mir gab es aus dem Buch Fenchelsalat mit Parmaschinken. Das Dressing dazu war mir eine Idee zu sauer, so dass ich mit einer Prise Zucker nachgeholfen habe. Weil mit Zitrone gesäuert wird, könnte man aber auch Honig oder Orangensaft nehmen. Das Ganze ist sowohl ein sehr leckeres Entree als auch ein feiner Salat für eine Vesper an einem heißen Tag. Und in nicht mal einer Viertelstunde zubereitet. (AT Verlag, ISBN 978-3-03800-396-0, EUR 16,90) 

 

Köstliche Kürbisküche von Petra Müller-Jani

und Joachim Skibbe ist eine erweiterte Neuauflage. Die beiden Autoren haben sich vor Jahren schon einmal mit dem Kürbisthema beschäftigt; damals war es eins von den netten kleinen Büchlein, die der Pala Verlag herausbringt. Nun hat der Kürbis in jüngster Zeit an Popularität gewonnen, sichtbar auch daran, dass auf den Märkten immer mehr Kürbissorten zu haben sind: groß, klein, rund, flach, oval; es gibt keine Form, die es nicht gibt. Oft fehlen aber zu den Sorten die Rezepte und so hat man sich daran gemacht, hier Abhilfe zu schaffen. Zunächst fehlen nicht die Basics für Kürbisanbau, Ernte und Lagerung sowie die Grundlagen der Kürbisküche. Dann aber gibt es Unmengen von vegetarischen Rezepten, ich sah mich regelrecht genötigt, sie zu zählen: mehr als 200! Vorspeisen, Snacks und Dips, Hauptgerichte, Süßes, Gebackenes, Gebratenes, Gesottenes, sogar Eis. Es gibt nichts, was man mit Kürbis nicht machen kann. Und da die Autoren sich auch sehr mit der ayurvedischen Küche beschäftigen, sind etliche Rezepte daran ausgerichtet. Sind exotische Gewürze notwendig, finden sich Hinweise, wo sie zu bekommen sind, sei es im stationären Handel oder im Internet. Heute gab es bei mir Kürbissuppe mit Apfel, sehr lecker, von mir etwas gehaltvoller gemacht mit gekochtem Perldinkel. Ein paar Tropfen Kürbiskernöl rundeten den Geschmack ab. Eigentlich wollte ich auch noch die Kürbis-Kartoffelpuffer probieren, aber das schien mir dann doch zu gehaltvoll. Komplettiert wird das Buch mit einem übersichtlichen Bezugsquellen-Verzeichnis, der Darstellung der Autoren und – nicht zu vergessen – den lustigen Zeichnungen von Renate Alf, sie hat einfach ein Auge für komische Situationen. (Pala Verlag, ISBN 978-3-89566-319-2, EUR 14,00)

 

Mir war der Journalist, Autor und Koch,

dessen Buch hier nun besprochen werden wird, nicht bekannt.  Aber als ich die Vorankündigung las, dachte ich, dass ich mir das Buch,  Täglich vegetarisch – Die schönsten Rezepte aus dem River Cottage, unbedingt anschauen sollte. Und ich habe mich nicht getäuscht: ein Koch, der einen Kohl als Regenschirm benutzt, ist auch sonst zu allem fähig! Nun also. Hugh Fearnley-Whittingstall ist in England ein bekannter Koch mit diversen eigenen Fernsehsendungen,  Kochschulen und  Restaurants, genannt „Canteens“. Er hat schon etliche Kochbücher geschrieben und er ist als Food-Aktivist unterwegs mit dem Anliegen, regionale, saisonale und natürliche Lebensmittel zu nutzen.

Im vorliegenden Buch wirft er, selbst nicht Vegetarier, die Frage auf, wie sich  Leben und Mahlzeiten verändern, wenn man sich entschließt, mehr Gemüse auf den Tisch zu bringen. Er verschließt sich nicht der Überlegung, dass man komplett vegetarisch oder auch vegan leben kann, teilt aber meine Ansicht, dass man sich dann auch von der Vorstellung des Fleischersatzes verabschieden sollte.: „Den Schwerpunkt der Küche von Fleisch auf Gemüse zu verlagern, verlangt eine andere Einstellung. Wir müssen dann andere Zutaten mit neuen Augen betrachten.“ Und das genau finden Sie in diesem  Kochbuch. Keine überragend exotischen Experimente, sondern eine abwechslungsreiche Alltagsküche,  ungewöhnlich, englisch angehaucht und mit regionalen Produkten. Im besten Sinne experimentell und trotzdem problemlos in jeder Küche zuzubereiten. Manches dauert ein bisschen länger, z. B. die sehr leckere Schmortomatensauce, die ich ausprobiert habe. Dafür kann man sich damit bevorraten und sie für unterschiedliche Gelegenheiten nutzen. Die passenden Gerichte dazu sind gleich auf der Rezeptseite aufgeführt. Viele der Rezepte sind auch leicht abzuwandeln, wie z. B. Chachuka, ein nordafrikanischer Tomaten-Paprika-Eintopf, auch von mir ausprobiert, der leicht abgewandelt zur veganen Peperonata wird.  Das ganze Kochbuch ist mit wunderbar appetitlichen Fotos bebildert und ganz bezaubernd finde ich die Idee von Mariko Jesse, der Illustratorin, mit dem Gemüse zu „malen“. Eine lohnende Investition für alle, die mehr Gemüsegerichte in ihren Speiseplan bringen wollen. (AT Verlag, ISBN 978-3-03800-725-8, EUR 24,90)